Senner in Sorge wegen des neuen Gewerbegebietes

Dorfverein: Tourismus, BMX-Parcours und das geplante Gewerbegebiet stehen unter anderem auf dem Programm

Zeitungsartikel aus der NW vom 23.09.2016


Preise vom Emsfest: Gabi Aschof (l.), Dorina und Söhnchen Logan Dierich (2., 3., v. l.) und Denise Müller (r.) sind die Gewinner des Wissensquiz. Dietmar Gebauer (4 v. l.), Joachim Pförtner und Annette Auster-Müller überreichen ihnen die Geschenke. | © Kornelsen

 

Schloß Holte-Stukenbrock.

"Dranbleiben, es tut sich was!", sagt Dietmar Gebauer mehrmals. Dieser Satz kann durchaus als Motto des Vereins "Unser Dorf Stukenbrock-Senne" aufgefasst werden. Die Mitglieder kommen zum Austauschen und Diskutieren zusammen. Zuerst aber werden Preise übergeben. Beim Emsfest am 11. September war die Dorfgemeinschaft zum ersten Mal mit einem eigenen Stand vertreten. Bei einem Wissensquiz konnten die Besucher Fragen rund um Stukenbrock-Senne in der Hoffnung auf einen der drei Preise beantworten. Denise Müller, Gabi Aschof und Dorina Dierich konnten sich gegen 95 weitere Teilnehmer durchsetzen. Zu den Geschenken gehören Blumen, ein Geschenkkorb mit Originalprodukten aus Senne, eine Übernachtung im Schlaffass am "Campingplatz am Furlbach" und Eintrittskarten für den Safaripark.

Ein erfreuliches Thema ist die Bilanz zum Tourismus in Senne. Der Verein nahm sich hierfür in diesem Jahr vor, vier Veranstaltungen zu organisieren. Neben zwei ökonomischen Gottesdiensten und einer Radtour, steht im November noch eine Wasserwerksbesichtigung mit einer anschließenden Wanderung im Furlbachtal bevor. Die Mitglieder sind vor allem mit der Beliebtheit der Wanderungen und Radfahrten in Senne zufrieden. "Insgesamt 15 Rad- und Wanderwege kreuzen Stukenbrock-Senne. Das gibt es nur einmal in Schloß Holte-Stukenbrock. Bisher wurden 16.000 Prospekte zu den Touren allein an der Emsquelle mitgenommen", berichtet Dietmar Gebauer.

 

Bei der Bezirksregierung sollen Beschwerden eingegangen sein

 

Weiter geht es mit dem BMX-Parcours am Jägergrund. Der Wunsch nach einem Angebot für die jungen Bewohner war und ist ein Streitpunkt in der Stadt. Parteien waren sich uneinig, was die Realisierung des Parcours anging. Auch sprach sich die Dokumentationsstätte Stalag 326 gegen den Freizeitplatz aus. Zu groß sei die Nähe zum Sowjetischen Ehrenfriedhof. Nun wurde das Projekt des Vereins dennoch bewilligt, und die Mitglieder machen sich an die Planung.

Etwas, das die Mitglieder und wohl alle Stukenbrock-Senner beschäftigt, ist das vor ihrer Haustür geplante Interkommunale Gewerbegebiet (siehe Zusatztext). Auch wenn das Verfahren rund um die Gewerbeansiedlung noch läuft, trafen bereits zahlreiche Einwände bei der Bezirksregierung ein, eine davon vom Verein selbst. Belastungen für Bewohner rund um den geplanten Bebauungsort und zu hohe Emissionen gehören zu den Sorgen der Mitglieder. Die Einwände wurden von der Bezirksregierung angenommen.